Heated Rivalry: Schon jetzt die Serie des Jahres!

Neulich stand ich vor den Regalen im Supermarkt und räumte Pastasorten in meinen Einkaufskorb. Doch während ich in der warmen Banalität des Alltags schwelgte, überkam mich eine plötzliche Welle der Glückseligkeit. Zwischen Linguine, Spaghetti und Farfalle wurden meine Knie weich. Mit Tränen in den Augen traf mich das Ende meiner diesjährigen Lieblingsserie Heated Rivalry aufs Neue. Was war mit mir los? Es war Wochen her, dass ich das Finale gesehen hatte und dennoch ließ mich ihr Ende einfach nicht aus ihrem eiskalten Griff.

Autor: Alper K. Turfan

Es geht dabei gar nicht um A Knight of the Seven Kingdoms, The Pitt oder die neueste Staffel von Love Is Blind. Sondern um den kanadischen Überraschungs-Hit Heated Rivalry, den man sich auf der Streaming-Plattform HBO Max angucken kann. Ich verliebte mich Hals über Waschbrettbauch in die Serie. Doch das brauchte seine Zeit. Denn nach den ersten beiden Folgen brach ich die Serie ab. Willkürliche Zeitsprünge, minutenlange Sexszenen und quietschende Gen-Z-Mucke… So viel Hype für diesen belanglosen Quatsch?

Doch mir wurde von einer Kollegin geraten weiterzuschauen. „Erst in Folge 3 geht es erst so richtig los!“ wurde mir zugesichert. Sie hatte recht. Die Qualitätskurve der Serie gleicht einem Eishockey-Schläger.  Mittlerweile nehme ich die ersten beiden Folgen von Heated Rivalry als Filter wahr. Erstmal wird hier ordentlich ausgesiebt: Wer es nicht ertragen kann, zwei Männer zu sehen, die über die Jahre immer wieder über einander herfallen, wird wohl für die restlichen Folgen nicht kleben bleiben.

Doch allen anderen offenbart sich dann eine Dynamik, die ich so nicht für möglich gehalten habe. Zwischen dem russischen Eishockey-Star Ilya Rozanov und dem kanadischen Angriffsspieler Shane Hollander entwickelt sich eine der sympathischsten und außergewöhnlichsten Liebesbeziehungen, die ich in der Serienwelt je gesehen habe.

In einem stigmatisch besetzten Kontext, in dem queere Profi-Sportler großem Druck und Ressentiments ausgesetzt sind, lieben sich da zwei Menschen, die sich in einem sportlichen Konkurrenzkampf auf Weltklasse-Niveau messen. Ich war schon gefesselt bevor ich beim Ende war, doch nach der letzten Folge kippte ich völlig aus den Schlittschuhen. Nicht nur war ich nach dem Ende der letzten Folge nur noch ein Häufchen Elend in Embryonalstellung, nein, so habe ich durch die Serie auch viel über mich gelernt: Auch moderne Gen-Z-Serien, die auf sinnlichen Young-Adult-Romanen basieren, können was auf dem Kasten haben. Oder auf dem Tor? Im Tor? Mir sollten hier bessere Eishockey-Vergleiche einfallen, aber ich habe von dem Sport keine Ahnung – was mich nicht daran hinderte, diese Serie abzufeiern. Ein weiteres Indiz für die Qualität!

Hated Rivalry ist ein Mahnmal der Offenheit. Ich sollte Serien nicht vorab verurteilen und manchen von ihnen mehr Zeit geben, damit sie sich entfalten können. Kurzum: Wer diese Serie nicht zu Ende guckt, hat definitiv eine der besten Serien des Jahres verpasst.

Bilder: Alper K. Turfan

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