HBO Max: Noch ein Streaming-Dienst? Aber ein besonderer!

Das Streaming-Leben ist hart. Wenn man heute halbwegs am Ball bleiben will im Serien-Game, muss man mit beiden Armen tief ins Sparschwein greifen (oder Piratenschiffe entern). Kein Wunder also, dass viele sagen: Dann bleibe ich halt bei Netflix und fresse, was mir aufgetischt wird. Nur leider schmeckt das immer öfter nach klumpigem Einheitsbrei oder ungenießbarem Fraß. Abhilfe soll nun ein brandneuer Streaming-Dienst in Deutschland verschaffen: HBO Max. 

Autor: Alper K. Turfan

Eigentlich nervt es mich, dass Streaming-Dienste aus dem Boden sprießen wie Wettbüros in westdeutschen Großstädten. HBO hat sich die explizite Erwähnung aber hart erarbeitet.  Die drei bekannten Buchstaben stehen schon seit der Mafiafamilie Sopranos für höchste Qualität im Seriensektor. Mit genau dieser Jahrhundert-Serie hat der Sender das goldene Zeitalter des Fernsehens überhaupt erst eingeleitet.

Der erste Blick auf der Plattform zeigt schon: Joa. Sieht aus wie jede andere. Was habe ich auch erwartet? Doch während ich mich durch das Programm klicke, macht mein serienvernarrtes Herz Freudensprünge. Zum einen wäre da „The Pitt“. Die Krankenhaus-Serie ist ein spiritueller Nachfolger von „Emergency Room“, die mich gefesselt hat, obwohl ich gar kein Faible für Arztserien habe. Aber diese hier hat jeden ihrer vielen Preise verdient. Intelligente Figuren, die hochprofessionell zusammenarbeiten, und eine Echtzeit-Struktur, in der jede Folge eine Stunde in der Schicht einer Notaufnahme zeigt… Was will man mehr?

Anschließend bingte ich die erste Staffel von „Peacemaker“. Die DC-Serie ist sicherlich nicht der allergrößte Wurf, dafür bleibt der Plot etwas zu dünn, aber gerade John Cenas Comedy-Talent überragt. Wenn Peacemaker wahllos Namen aufzählt, die statt seines Vater hätten verhaftet werden sollen, von Michael Jordan bis Michael B. Jordan, bleibt kaum ein Mundwinkel steif.

Dann faszinierte mich auch die FBI-Serie „Task“. Sie erinnert an die erste Staffel der legendären Serie True Detective. Mark Ruffalo spielt in Task einen alternden Agenten, der zum Leiter einer Task Force verdonnert wird. Die zusammengewürfelte Truppe soll eine Gruppe von Halbganoven jagen, die Drug Houses ausraubt. Gemeinsam verinken sie in einen pechschwarzen Morast aus Kriminalität und Korruption und waten durch Familiendramen, Traumata und ständigem Verrat.

Ansonsten ist „Heated Rivalry“ aktuell in aller Munde. Der Trend ist aus den USA vollends übergeschwappt. Die 6-teilige Serie über zwei queere Eishockey-Stars bietet heißeste Sex-Szenen und eine Handlung im Sportsektor, die sich über Jahre zieht. Spannender Stoff und weit mehr als nur nackte Körper auf Eis.

Hier in Deutschland ist HBO aber vor allem gleichbedeutend mit einer Serie, die mittlerweile leider nicht mehr das Standing von früher hat: Game of Thrones. Während wir auf die dritte Staffel der Ableger-Serie House of the Dragon warten, nachdem die zweite doch vor allem mit dem Ende enttäuschte, punktet das neueste Spin-off von Eis und Feuer.  „A Knight of the Seven Kingdoms“ erzählt die ungleiche Geschichte eines Stallburschen und eines treudoofen Heckenritters auf einem Turnier. Im Gegensatz zu den Vorgängern setzt diese Geschichte auf leise Töne. Wir haben nur eine Storyline, einen Schauplatz und die gesamte Serie ist deutlich witziger aufgezogen. Gerade deswegen ist sie aber auch Nicht-GoT-Heads unbedingt zu empfehlen.

Ich gebe es ja zu: Streaming-Dienste sind überall und es wird schwieriger und schwieriger einen Überblick über die unterschiedlichen Serien-Bubbles zu bewahren. Gerade Netflix und Amazon produzieren einfach zu viel (Murks).  Ich las zuletzt von der „Allgegenwart des Filmischen“. Streaming-Dienste sind Teil unseres Lebens und unseres Alltags geworden, bei mir und meinem Umfeld ist das zumindest der Fall. Wenn ich mich aber für einen einzigen Dienst im Streamingdickicht entscheiden müsste aktuell, wäre es wahrscheinlich HBO Max.*

*Dabei werde ich noch nicht einmal von HBO bezahlt!**

**Ich wäre aber als Markenbotschafter buchbar, liebes HBO-Team

Fotos: Alper K. Turfan

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