Darum geht es: Freundinnen für immer. Aber was ist, wenn das Leben dazwischenkommt? Eigentlich dachten Henri, Merle und Katharina, dass ihre Freundschaft sich nie verändern würde. Dass sie für immer leicht, unbeschwert und selbstverständlich bleiben würde. Doch jetzt mit Anfang dreißig klafft der Alltag der drei immer weiter auseinander und aus täglichen Treffen sind mühsame Terminfindungen geworden. Während Henri ihren Traum vom eigenen Kino verfolgt und von einer Party zur nächsten zieht, kennt Merle lange Nächte nur noch, weil ihr Baby nicht schlafen will. Und Katharina liebt zwar ihren Job in der Buchhandlung, ihrer Gefühle für ihren Partner ist sie sich aber nach zehn Jahren Beziehung nicht mehr sicher. Plötzlich scheint das, was sie trennt, schwerer zu wiegen als die Gemeinsamkeiten von früher. Während jede für sich mit den Herausforderungen des Erwachsenseins kämpft, wächst die Sehnsucht nach der alten Nähe und Leichtigkeit. Doch wie hält man eine Freundschaft, deren Teile wie Eisschollen auseinanderdriften? Hier geht es zur Leseprobe.
Passage, die nachdenklich stimmt: „In Filmen gab es immer die nette Krankenschwester oder den alten weisen Arzt, der empathisch erklärte, wie Sterben funktionierte und das der sterbende Mensch nichts davon spüren würde. Doch Henri saß auf einem unbequemen Plastikstuhl im Flur und las Wikipedia-Artikel über verschiedene Stadien des Sterbens, während das Krankenhauspersonal sie keines Blickes würdigte.“
Empfehlenswert für: Freundinnen, die sich auseinanderleben und das eigentlich nicht wollen.
Autorin: Jette Kötschau, geboren 1992 und im Siebengebirge aufgewachsen, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Theorien und Praktiken professionellen Schreibens im Lektorat verschiedener Verlage. Sie lebt mit ihrer Familie in Köln. Dabei waren wir uns immer so nah ist ihr Debütroman.
Bilder: stockFoto, Rowohlt Kindler
