Darum geht es: Es heißt, wenn eine Person in einer Familie instabil ist, bringt das die ganze Familie aus dem Gleichgewicht. Das gilt auch für die Familie von Olivia und Amy Shred. Olivia ist die strahlende Schwester im Rampenlicht, bis ihr umwerfendes Selbstvertrauen unberechenbar wird; ein Orkan, der bei den Menschen in ihrem Umfeld eine Spur der Verwüstung hinterlässt. Die jüngere Schwester Amy, vorsichtig, wohlorganisiert und fleißig, glaubt an Fakten, Beweise und die erfahrbare Welt. Doch nichts davon kann ihr erklären, was mit Ollie geschieht, hinter deren körperlicher Schönheit und Charisma sich eine bipolare Störung verbirgt, die Amys sorgfältig aufgebautes Leben immer wieder erschüttern wird. Doch trotz aller Belastungen sind Amy und Olivia doch untrennbar durch ihre schwesterlichen Bande geeint. Hier geht es zur Leseprobe.
Lieblings-Passage: „Ich lief glücklich und zufrieden neben ihm her und lauschte seinen Monologen über Formgebung und Schönheit. Er bezeichnete sich als Autodidakt. Ich musste das Wort nachschlagen.“
Empfehlenswert für: Menschen, die eine fesselnde, berührende Geschichte lesen wollen, die authentisch die Folgen einer psychischen Erkrankung eines Familienmitglieds für die Angehörigen beschreibt.
Autorin: Betsy Lerner arbeitet seit vielen Jahren als Lektorin und Literaturagentin in New York. Die Autorin mehrerer Sachbücher wurde beispielsweise mit dem Thomas Wolf Poetry Prize und dem Tony Goodwin Prize for Editors ausgezeichnet. „Meine goldene Schwester“ ist ihr erster Roman.
Bilder: stockfoto, btb Verlag
