Pro & Contra: Reisen mit dem Flugzeug reduzieren?

Mit dem Flugzeug quer durch die zu Welt reisen hat Auswirkungen auf das Klima. Unsere Reiseverhalten steht auf dem Prüfstand. Dennoch wollen viele Menschen auf das Fliegen nicht verzichten. Darum geht’s diesmal in der flin-Rubrik „Pro & Contra.“

PRO: „Bevor ein Flugticket gebucht wird, sollten immer die Alternativen geprüft werden“

Florian, 30, Data-Analyst

Bevor Corona alles verändert hat, bin ich berufsbedingt regelmäßig mit dem Flugzeug quer durch Europa unterwegs gewesen und hatte einen sehr miesen CO2-Fußabdruck. Das
hat mich auch zu der Zeit schon sehr beschäftigt, aber ich hatte eigentlich keine Wahl, wenn ich mir nicht einen neuen Job suchen wollte. Ehrlicherweise habe ich es mir auch oft zu einfach gemacht mit dieser Argumentation. Es gab und gibt nämlich immer eine Alternative. Wer innerhalb Europas unterwegs ist, sollte es sich gut überlegen, ob ein Flug wirklich sein muss. Immer ernsthaft in Betracht zu ziehen ist in meinen Augen der Zug. Insbesondere für längere Strecken eine sehr alte und im Moment eine Art Renaissance erlebende Art des Zugfahrens: der Nachtzug. Man spart nicht nur etliche Kilogramm CO2, diese besondere Art des Reisens entschleunigt und bietet das großartige Erlebnis, morgens mitten im Stadtzentrum anzukommen und den Tag optimal erholt ohne Reisestrapazen starten zu können. Bevor man das nächste viel zu billige Flugticket bucht, lohnt es sich immer, einen Blick auf diese Alternativen zu werfen.

CONTRA: „Wollen wir nicht lieber mit klimaneutralen Flugzeugen unterwegs sein?“

Carmen, 23, Auszubildende in der Bürokommunikation

Wir leben in einer globalisierten Welt. Während die Industrienationen auf dem Rücken der Dritten Welt gedeihen konnten und ein finanzielles Imperium schufen, haben die Entwicklungsländer auch nicht gerade geschlafen. Jedes Jahr fordern – infolge des steten Wachstums der Entwicklungsländer – immer mehr Menschen das Recht auf Mobilität ein. Warum sollten wir im Westen die Einzigen mit diesem Recht sein? Auf vielen Routen ist das Flugzeug alternativlos, und es ist keine Option, diese einfach abzuschaffen. Wollen wir dann nicht lieber mit klimaneutralen Flugzeugen unterwegs sein? Der Anteil der weltweiten CO2-Emissionen des Straßenverkehrs betrug im Jahr 2018 etwas über 18 Prozent, der Anteil des Luftverkehrs hingegen nur knapp 3 Prozent. Gleichzeitig hat die Flugbranche die ambitioniertesten Ziele: Bis 2050 sollen die Emissionen der Luftfahrt auf 0 Prozent reduziert werden. Aus diesen Gründen sollten wir nicht das Flugzeug abschaffen, sondern gezielter in die Entwicklung von neuen, umweltfreundlichen Antrieben und innovativen Technologien investieren.

Welches Thema soll in unserer nächsten Ausgabe diskutiert werden? Schreiben Sie uns bei Facebook unter dem Hashtag #spoolproundcontra.

Bilder: iststockphoto, privat

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