So geht Klimaschutz im Netz

„Videoanruf?“ „Nur über mein WLAN 😊“: Eine Google-Suchanfrage, die Wetter-App checken und eine neue Serie streamen: unsere Internetnutzung hat einen ziemlich hohen CO2-Abdruck. Wie hoch genau, da streitet sich die Wissenschaft, denn die Berechnung ist komplex. Manche Studien sagen, die Internetnutzung sei so klimaschädlich wie der gesamte Flugverkehr. flin-Magazin zeigt, was wir bei unseren Laptops und Smartphones einstellen sollten, um das Klima besser zu schützen.

Autorin: Lena Kube

Die Klimafolgen unserer Internetnutzung sind wie ein Mosaik. Zu den einzelnen Mosaiksteinchen zählen Rechenzentren, das Mobilfunknetz und unsere Endgeräte. Streamen wir beispielsweise unterwegs einen Podcast, wird zuerst ein Funkmast angepingt, kurz darauf rattern am anderen Ende der Welt die Server und unser Smartphone-Akku leert sich.

Klimafreundliche Smartphone-Einstellungen – 3 Tipps für Eilige

1.      Videoauflösung reduzieren

2.      Apps auf Dark Mode umstellen

3.      WLAN statt mobiler Daten verwenden

 

Ob WhatsApp, Netflix oder YouTube – Videostreaming hat den höchsten CO2-Abdruck. Die gute Nachricht für Filme-Liebhaber: Hier gibt es auch den größten Hebeleffekt, um etwas Gutes fürs Klima zu tun!

Ökostrom und Kompensation: Was ist Green Hosting?

Das Internet schläft nie, denn weltweit laufen die Server rund um die Uhr. Zwei Aspekte machen dabei dem Klima zu schaffen: Der Stromverbrauch und die energieintensive Kühlung der Rechenzentren. Je älter die Hardware und je wärmer die Außentemperatur am Serverstandort, desto größer der Klimaschaden.

Wird für Betrieb und Kühlung Ökostrom aus erneuerbaren Energien verwendet, sprechen wir von Green Hosting. Es gibt verschiedene Siegel für die sogenannte Green IT. Eines dieser Siegel vergibt die deutsche Netz-Bewegung Cleaner Web.

Setzen Ihre Lieblingswebsites auf einen grünen Hosting-Anbieter?
Machen Sie den Klimatest bei Cleaner Web.

 

Internetseiten, die „nur“ in grünen Strom investieren, erhalten das Siegel °Cleaner Web allerdings nicht, sondern das gesamte Online-Angebot muss datensparsam sein. Das bedeutet den Verzicht auf unnötig lange Skripte, keine automatisch startenden Videos und komprimierte Bilder.

Online-Videos und Video-Calls – C02 einsparen

Adé Full HD! Der effektivste Weg, als Verbraucher etwas für den Klimaschutz zu tun, ist, die Videoqualität zu reduzieren. So werden unnötig hohe Datenmengen vermieden. Also schnappt Euch euer Smartphone und checkt in den Video-Apps die Einstellungen. Auf den kleinen Bildschirmen ist der Qualitätsunterschied meist sowieso kaum zu bemerken.

 

Fürs Klima sollten wir außerdem in erster Linie auf Videocalls über das Mobilfunknetz verzichten. Über WLAN ist die Videotelefonie nicht nur ruckelfreier, sondern ein vielfaches klimafreundlicher. Ein Videoanruf über das Mobilfunknetzes 3G verursacht im Vergleich zu WLAN 22x mehr Emissionen. Haben wir statt Kupferkabel (VDSL) bereits einen Glasfaseranschluss (FTTH), reduzieren sich die Emissionen sogar um den Faktor 45!

Home-Office und -Schooling: der Klimaeffekt

Im Home-Office gehören Videokonferenzen zwar zum Arbeitsalltag, doch auch hier gilt: weniger ist mehr! Eine einstündige Videokonferenz verursacht je Teilnehmer zirka 2,27g C02-Äquivalente. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Green Cloud Computing“ des Umweltbundesamtes.

Bei zwei Videokonferenzen am Tag sind das im Jahr 1,14 Kilogramm C02-Emossionen (2,27g * 2 Videokonferenzen * 252 Arbeitstage). 230 handelsübliche Luftballons könnten wir mir dieser Menge füllen – oder 7,5 Kilometer Autofahren. Wie wäre es also, dem Chef bei der nächsten Gelegenheit ein „Klima-Meeting“ mit ausgeschalteter Kamera vorzuschlagen?

NÜTZICHE LINKS

Blog zum Thema

Klimatester Internetseiten

Klimawirkung von Videostreaming & Co.

Fotos: AdobeStock

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