Wie essen wir morgen?

3D-Drucker statt Steinofen – die Lieblingspizza könnte möglicherweise schon bald künstlich hergestellt auf dem Teller landen. Ja, richtig gelesen: Die Wörter „Lebensmittel“ und „3D-Druck“ sind dank der neuesten Technologie keine Science-Fiction-Kombination mehr. Und auch sonst tut sich gerade viel in der Ernährung – personalisiert, online oder aus dem Reagenzglas, das Essen der Zukunft wird spannend.

Personalisiertes Essen: Individuell auf die persönliche Gesundheit zugeschnitten, können mittels App im Jahr 2030 Ernährungspläne zum Beispiel an Restaurants gesendet werden, die ein personalisiertes Menü zubereiten.

14 Gramm Hack stehen auf der täglichen Speisekarte des Menschen in der Zukunft.

Food aus dem Netz: Im Jahr 2020 kauften rund 3,65 Millionen Menschen in Deutschland online ein – knapp eine Million mehr als noch vor vier Jahren. 80 % Der Food-Einkäufe sollen bis 2050 online getätigt werden.

Essen aus dem Drucker: Pizza-, Süßigkeiten- oder Mikro-Algen-Snacks-Drucker: Was nach Science-Fiction klingt, ist längst Realität. Das Gute: Essen wird flexibel und personalisiert hergestellt. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom würde jeder achte Deutsche ein Steak aus dem 3D-Drucker essen.

Mehr Flexitarier: Bereits heute essen 52 % der Deutschen an drei oder mehr Tagen in der Woche kein Fleisch und sind damit – bewusst oder unbewusst – Flexitarier. Das ergab eine Forsa-Umfrage. In Zukunft dürfte der Prozentsatz aus Nachhaltigkeitsgründen sogar steigen.

Insekten sind bereits Teil der Ernährung von 2 Milliarden Menschen.

Insekten als Nahrungsmittel: Heuschrecken, Mehlwürmer oder Raupen? Was für uns noch gewöhnungsbedürftig klingt, ist in anderen Ländern eine Delikatesse oder eben total normal. Der Vorteil? Insekten verursachen weniger Emissionen als Säugetiere, benötigen weniger Fläche und sind einfacher in der Züchtung. Bislang können sich 52 % der Deutschen vorstellen, Insekten als Proteinlieferanten zu konsumieren.

Essen aus dem Reagenzglas: Fleisch wird zunehmend knapper. Forscher arbeiten an alternativen Methoden, um Fleisch zu gewinnen. Dabei wird sogenanntes In-vitro-Fleisch aus Zellkulturen gezüchtet. Diese Methoden bringen klare Vorteile mit sich: Fleisch aus dem Reagenzglas könnte bis zu 45 % weniger Treibhausgase verursachen und 82 bis 96 % weniger Wasser verbrauchen.

Fotos: Shutterstock

 

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